30. Wemdingwallfahrt mit 60 Teilnehmern

Festakt am 12.10.2024 mit Gottesdienst und gemütlichem Beisammensein beim Wirt

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30. Hofstettener Fusswallfahrt 2024 nach Wemding

Hofstetten 6.5.2024

Die Hofstettener Fußwallfahrer sind am Samstag, den 4. Mai 2024 zum 30. Mal nach Wemding zur Wallfahrtsbasilika Maria Brünnlein gegangen.

Pünktlich morgens um 4:00 treffen sich die Fußwallfahrer an der Mariensäule in Hofstetten. Vor dem Start trägt Brigitte Brandl zur Einstimmung eine Geschichte vor und der Vorbeter Matthias Miehling schickte die Wallfahrer nach einer Begrüßung und kurzen Einweisung auf den langen Weg. Schon kurz nach Hofstetten wurden die Taschenlampen angemacht, denn es war Neumond und zudem bewölkt, so dass man kaum die Hand vor Augen sehen konnte.

Es war stockdunkel, windstill und still als es durch den Wald nach Pietenfeld ging, eine schöne mystische Stimmung. Durch den Eichstätter Wald führte die Strecke vorbei am Fliegerberg Eichstätt zur ersten Station nach Wasserzell. Der Sonnenaufgang und die ersten Vogelstimmen zum Tagesbeginn, ein fantastischer Eindruck für jeden der teilnehmenden Wallfahrer. Das Versorgungsteam hatte schon Stunden vorher alles perfekt vorbereitet und es gab das klassische Weißwurstfrühstück mit Brezen und Bier am Stachelkreuz hinter dem Eichstätter Bahnhof.  Wer es lieber etwas wärmer wollte, griff zu Tee, Kaffee und Kuchen, es war für jeden etwas dabei. Durch die Windstille war es trotz der kühlen Witterung konnte man angenehm beim Frühstück sitzen und sich unterhalten.

Weiter ging es vom Wasserzeller Parkplatz  durch den traumhaften Frühlingswald im Rindertal über die Wielandshöfe bei Konstein, wo es nach einer kurzen Pause nach Ensfeld zur zweiten Station ging. Vor Ensfeld begrüßte eine Gruppe neu hinzugekommener Fußwallfahrer den Tross mit dem Lied: „So ein schöner Tag wie Heute“ was zu Auflockerung beitrug. In Ensfeld war die halbe Strecke absolviert, quasi Mittagspause. Es gab es wieder eine ausreichende Verpflegung, u.a. warme Suppen, Wurst-, Käsesemmeln und Obst. Es wurde wieder an alles gedacht und keiner musste mit leerem Magen weitergehen.

Auf dem weiteren Weg ging es Rosenkranz um Rosenkranz, mit Litanei um Litanei und Wallfahrtsliedern bis Rögling, wo die letzten Meter immer als Schweigemarsch gegangen werden. Alles liturgische Höhepunkte für die Wallfahrer. Nun ging es übers freie Feld über Warching und mit leichtem Rückenwind bis nach Monheim. Unterwegs hielten die Fußwallfahrer an einer 2007 in Warching erbauten schönen Kapelle kurz inne und sangen ein Marienlied. Ein stimmungsvolles Bild, das so typisch für die Hofstettener Fußwallfahrt war.

In Monheim, der dritten Station wurde traditionsgemäß beim Landwirt Franz Wagner Halt gemacht. Er stellt den Hofstettener Pilgern schon seit vielen Jahren seinem geschützten Innenhof zur Verfügung. Für den Fall, dass es mal regnet, was bei den Hofstettener Fußwallfahrern fast nie vorkommt, steht eine große Maschinenhalle als „Dach über dem Kopf“ zur Verfügung. Hier wurde auch die Einteilung für die Rückfahrt nach Hofstetten verkündet, diese läuft immer eigenorganisiert ab, dafür stellen die Teilnehmer Rückfahrmöglichkeiten zur Verfügung.

Jetzt ging es auf die letzte der vier Etappen. Brigitte Brandl hatte wieder einige Geschichten zur Seelenmassage vorbereitet. Die mittlerweile auf über 60 Fußwallfahrer angewachsene Gruppe wurde mit einem Lautsprecher unterstützt, damit alle die nachdenklichen „Geschichten aus dem Leben“ gut hören konnten. Die letzte Etappe wurde bei leichten kühlen Frühlingswind und strahlender Sonne gegangen. Nach einem kurzen Trinkstopp in Otting marschierten die Wallfahrer  zur Wallfahrtskirche Maria Brünnlein, wo das Ziel um 17:30 Uhr erreicht wurde.

Der Wallfahrtsrektor Norbert Traub empfing die Hofstettener Fußwallfahrer traditionsgemäß vor der Basilika. Er begleitete die Gruppe mit der Hofstettener Wallfahrerfahne und dem Kreuz der St. Nikolauskirche auf den letzten Metern bis zur Wallfahrtsbasilika. Die Glocken läuteten und gemeinsam marschierten alle Fußwallfahrer über das Portal in das prächtige Gotteshaus. Pfarrer Norbert Traub begrüßte die Fußwallfahrer besonders herzlich, denn Hofstettener haben diese lange Fußwallfahrt schon zum 30. Mal seit 1992 durchgeführt.

In einer kurzen feierlichen Andacht mit Marienliedern und dem obligatorischen Wallfahrerbildchen ehrte Wallfahrtsrektor Norbert Traub langjährige Teilnehmer:

  • Willi Pfaller, zugleich der älteste Teilnehmer wurde für die 10-malige Teilnahme mit einer Urkunde geehrt.
  • 15x waren dabei und erhielten vom Wallfahrtsrektor Norbert Traub eine Urkunde:
    – Gabi Reindl aus Hofstetten
    – Uschi Strobl aus Hitzhofen
  • 25x war Brigitte Brandl dabei.
  • 30x waren dabei und erhielten eine Urkunde
    – Anton Brandl
    – Martin Pauleser

Dann gab es noch eine besondere Ehrung. Da die Hofstettener Wallfahrer von der ersten Stunde im Jahre 1992 auf eine Eigenversorgung gesetzt haben, ist diese Wallfahrt ohne ein funktionierendes Versorgungs- und Betreuungsteam nicht durchführbar. Es gibt auf der ganzen Strecke keine Möglichkeit einzukehren etc. Dafür gibt es bei der Hofstettener Fußwallfahrt eine Komplettversorgung incl. Essen, Trinken, Rucksacktransport und die Organisation der Rückfahrt. Dafür braucht man erfahrene und fleißige Leute, Fahrzeuge, Tische, Bänke und diverse Kochuntensilien.

Wallfahrtsrektor Norbert Traub ehrte dazu folgende Teilnehmer/Betreuer:

  • Franz Lindner und Peter Heinrich haben sich die 30 Jahre (fast lückenlos) um die Versorgung gekümmert und wurden von einer kompetenten Mannschaft unterstützt.
  • Konrad Brandl, Brigitte Brandl und Anton Brandl haben sich um den liturgischen Teil sehr verdient gemacht.
    Brigitte Brandl ist zudem zum 25. Mal dabei.
    Anton Brandl ist zudem zum 30. Mal dabei. Also bei jeder Fußwallfahrt seit 1992
  • Martin Pauleser hat sich von Anfang an an um die Organisation gekümmert und ist zum 30. Mal dabei, wenngleich das Gehen nicht mehr so will wie früher.

Matthias Miehlung, der gemeinsam mit Anton und Konrad Brandl schon den ganzen Tag als Vorbeter unterwegs war,  bedankte sich beim Versorgungsteam, beim Pfarrer Norbert Traub und richtete seine Dankesworte auch an alle Teilnehmer. Nach dem obligatorischen Gruppenfoto wurde die Rückfahrt nach Hause angetreten.

Diese Fußwallfahrt wird für Viele lange in Erinnerung bleiben. Pfarrer Norbert Traub meinte sogar: Ich freue mich sehr, dass Ihr wieder so zahlreich mit vielen jungen Leuten gekommen seid und „Wenn es einen Wettergott wirklich geben sollte, dann habt Ihr einen sehr guten Draht zu ihm“.

Am 12.10.2024 findet anlässlich des 30. Jubiläums ein Vorabendgottesdienst statt und im Anschluss eine kleine Feierlichkeit im Gasthaus Buchberger.

Bericht von Martin Pauleser